Nashörner

Mutter und Kind

© ZGF

Nashörner (Diceros bicornis)

Es gibt weltweit fünf Arten von Nashörnern, zwei davon sind in Afrika vertreten - das Weiße oder Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum) und das Schwarze oder Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis). Das im Serengeti-Ngorongoro-Ökosystem lebende Schwarze Nashorn gehört zur Gattung Diceros bicornis michaeli (benannt nach Michael Grzimek, Sohn des bekannten Zoologen Prof. Bernhard Grzimek).

Es gibt nicht immer sichtbare Unterscheidungsmerkmale für die verschiedenen Gattungen (am intensivsten wurden die Schädelgrößen taxonomisch untersucht). Dennoch weist D.b. michaeli die folgenden beiden Eigenschaften auf, die bei einigen Vertretern dieser Gattung zu finden sind (nicht bei allen) und die sie von anderen Gattungen unterscheidet. Zum einen haben sie zumeist stärker behaarte Ohren. Zum anderen bildet die Haut an den Flanken teilweise "Furchen" und "Wellen", die wie die Rippen des Tieres aussehen. Einige Tiere kommen jedoch mit glatter Haut und sehr schwacher Behaarung der Ohren zur Welt.

Die Schwarzen Nashörner waren einst sehr zahlreich in der Serengeti. Aber ihr Horn ist noch immer sehr begehrt - im Fernen Osten als Aphrodisiakum und in der Arabischen Welt als Dolchgriff. So werden diese Tiere weiterhin stark bejagt. Mittlerweile gibt es nur noch eine Handvoll Nashörner in der Serengeti. Sie alle werden von den bewaffneten Rangern des Parks streng bewacht und beschützt, um ihr Überleben zu sichern. Weiße Nashörner gibt es in der Serengeti nicht.

 
Seitenanfang | zurück