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Serengeti entdecken
Im Jahre 1913, als weite Teile Afrikas noch unerforscht waren, machte sich der amerikanische Jäger Stewart Edward White von Nairobi (Kenia) aus nach Süden auf: Seine Eindrücke beschrieb er so: "Wir zogen viele Meilen durch ausgedörrtes Land... aber dann erblickte ich grüne Bäume am Fluss, ging noch zwei Meilen und befand mich plötzlich im Paradies."
Er hatte die Serengeti gefunden. Seit der von White unternommenen Entdeckungsreise unter "dem hohen Zelt des wolkenlosen, afrikanischen Himmels" ist die Serengeti in Tansania auch für viele andere Menschen zu einem Symbol für das Paradies geworden. Und die Massai, die ihre Rinder seit Jahrtausenden auf den riesigen Ebenen weiden, haben sich schon immer so frei wie im Paradies gefühlt, denn sie nannten diese Gegend Siringitu - die endlose Ebene. |
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| Jedes Jahr besuchen über 90.000 Touristen die Serengeti, zu der man heute den Serengeti-Nationalpark, das Ngorongoro-Reservat, die Schutzgebiete Maswa, Loliondo, Grumeti, Ikorongo und das Masai-Mara-Tierreservat in Kenia rechnet. Innerhalb des 30.000 km2 großen Gebietes sind zwei Bereiche zum Weltnaturerbe und zwei weitere zum Biosphärenreservat erklärt worden. Das einzigartige Ökosystem der Serengeti hat Schriftsteller von Ernest Hemingway bis Peter Mattheissen inspiriert, aber auch Filmemacher wie Hugo van Lawick und Alan Root sowie zahlreiche Fotografen und Wissenschaftler, von denen uns viele ihre Arbeiten für diese Website zur Verfügung gestellt haben.
Das Ökosystem der Serengeti gehört zu den ältesten der Erde - Klima, Vegetation und Fauna haben sich in den letzten Jahrmillionen nur wenig verändert. Aber auch Menschen gibt es hier schon sehr lange. So fand man in der Olduvai-Schlucht, die im Süden des Serengeti-Ökosystems liegt und als die "Wiege der Menschheit" gilt, zwei Millionen Jahre alte Nachweise menschlicher Besiedlung. Der Rhythmus von Leben und Tod, Anpassung und Wanderung ist so alt wie die Hügel selbst.
Berühmt geworden ist die Serengeti durch die "Great Migration", die jahreszeitliche Wanderung der Tierherden. So machen sich während der kleinen Regenzeit im Oktober und November über eine Million Gnus und etwa 200.000 Zebras von den Hügeln im Norden zu den Ebenen im Süden auf, um dann nach der großen Regenzeit im April, Mai und Juni nach Norden zurückzuziehen. Dieser uralte Trieb ist so stark, dass sich die Tiere weder durch verdorrte Landstriche, noch durch Schluchten oder die in den Flüssen lauernden Krokodile aufhalten lassen.
Der Zug der Gnus ist eine Wanderung durch die unterschiedlichsten Biotope. Begleiten Sie uns durch die vielseitigen Vegetationsformen und Landschaften der Serengeti, und lernen Sie dabei einige ihrer faszinierendsten Bewohner kennen.
Willkommen in der Serengeti!
Lota Melamari
Former Director General
Tanazania National Parks |
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