Schmetterlinge (Vipipeo)
Schmetterlinge gehören zu den auffälligsten Insekten der Serengeti. Sie flattern von Ast zu Ast oder über die Gräser des Waldlands. Schmetterlinge sind uns allen bekannt und wunderschön anzusehen.
Die meisten Schmetterlinge fressen den Nektar der Blumen und erfüllen damit ihre grundlegende ökologische Funktion als Bestäuber. Einige Schmetterlinge fressen jedoch auch verfaulte Früchte, Baumsäfte oder das Sekret der Ameisenkühe (Homoptera).
Schmetterlinge durchleben verschiedene Entwicklungsstadien, bis sie ihr farbenfrohes Erwachsenendasein erreichen. Erwachsene Schmetterlingsweibchen legen ihre Eier auf den Pflanzenblättern entweder einzeln oder in großen Mengen ab. Die Larven, die nach etwa einer Woche oder nach bis zu einem Jahr erscheinen, beginnen sofort die Pflanzenblätter als Futter zu verzehren. Im Verlauf einiger Wochen vertausendfacht die Raupe ihre Größe, bis sie wie der Schwalbenschwanzschmetterling fast 15 cm lang ist. In der Wachstumsphase häutet sich die Raupe viele Male, und nach jedem Häuten ist sie noch größer und noch hungriger. Jedes Stadium des Insektenlebens wird als "Entwicklungsabschnitt" bezeichnet.
Im letzten Abschnitt des Raupenstadiums spinnt das Tier einen Kokon und durchlebt eine Metamorphose bis zum Erwachsenenstadium. Der erwachsene Schmetterling erscheint nach einigen Wochen, er sieht nass und verwirrt aus. Nach einigen Minuten pumpt der Schmetterling eine blutartige Flüssigkeit in seine Flügel und entfaltet sie zur vollen Größe. Nachdem die Flügel getrocknet sind, fliegt der Schmetterling davon auf der Suche nach Geschlechtsgenossen.
Das Leben kann für einen Schmetterling sehr gefährlich werden. Als Raupe würden ihn gerne viele Tiere wie Eidechsen, Vögel, Käfer und Aaswespen verspeisen. Wespen legen ein Ei auf der Raupe ab, das selbst brütet und sich in die Raupe bohrt, um sie von innen auszuhöhlen. Die Raupen haben daher eine Reihe von Abwehrmechanismen entwickelt. Sie verstecken sich, verändern ihre Farbe, bedecken sich mit giftigen Haaren und bauen eigentümliche Beziehungen mit Ameisen auf. Die Ameisen werden von den Raupen durch Pheromone oder chemische Informationsstoffe, die sie absondern, als Helfer genutzt. Wenn Sie jemals eine haarige, pelzige Raupe finden, berühren Sie sie nicht. Sie können unangenehm stechen oder kratzen.
Erwachsene Schmetterlinge vertreiben ihre Feinde, indem sie giftige, chemische Stoffe von Pflanzen speichern, sich farblich ihrer Umgebung anpassen oder sprunghaft herumfliegen. Einige Schmetterlinge, die über giftige Substanzen verfügen, haben auch Warnfarben, die ihre potentiellen Feinde darüber informieren, dass sie ein gefährliches Nahrungsmittel sind. Aus diesem Grund sind zahlreiche Schmetterlinge so bunt und farbenfroh. Einige nicht giftige Schmetterlinge ahmen die Farben der giftigen Arten nach, so dass auch sie vor deren Feinden geschützt sind, ohne die Giftstoffe sammeln und speichern zu müssen.
Schmetterlinge tarnen sich auf vielerlei Arten: Sie verstecken sich an schwer zugänglichen Plätzen oder haben Flügel, die aussehen wie Rinde, Gräser oder tote Blätter so wie Kamilla ansorgei.
Die letzte Verteidigungslist des Schmetterlings ist sein unberechenbarer Flug. Ihre großen Flügel erlauben ihnen plötzliche und unvorhersehbare Kehrtwenden, die Vögel oder andere Feinde, unter anderem auch Biologen und Sammler, verwirren oder erschöpfen.