Grashüpfer (Panzi)
Sie werden überrascht sein: Trotz mehr als einer Million grasender Tiere in der Serengeti, hüpfen die Grashüpfer entspannt und fröhlich herum und fressen mehr Gras als alle großen Pflanzenfresser gemeinsam.
Grashüpfer gehören zur Ordnung Orthopteroidea (Geradflügler) und kommen am häufigsten in der Familie der Acridoidea (Feldheuschrecken) vor. Die Pygmäenschrecke, die Langfühlerschrecke und einige andere Arten werden allerdings in verschiedenen anderen Familien und Unterfamilien aufgelistet. Grashüpfer sind eine vielseitige und erfolgreiche Insektenart.
Die meisten Grashüpfer haben stark ausgebildete Hinterbeine, die sie zum Springen verwenden, und zwei Paare normaler, recht kurzer Flügel. Die meisten Springschrecken können Töne erzeugen. Sie fressen frischen Samen und Gräser. Einige von ihnen fressen Samen, Blumen und sogar kleinere Insekten oder andere Springschrecken.
Wenn sie im Übermaß auftreten, verändern einige Grashüpfer ihr physisches Aussehen und ihre Färbung und werden zu Heuschrecken. Diese Form kann sich in der Wildnis und auf Farmen zu großen, zerstörerischen Schwärmen bilden.
Seine Beine verwendet der Grashüpfer als Transport- und Verteidigungsmittel. Die meisten Grashüpfer haben eine Art Haken oder Haltevorrichtung im Bein, die verhindert, dass das Bein sich bewegt und es dem Tier erlaubt, eine hohe Schubkraft aufzubauen, bevor es losspringt. Ähnlich wie unser Fingerschnippen. Die Rückseiten der Beine sind mit scharfen Stacheln bedeckt, die der Grashüpfer dem Feind zur Abwehr entgegenstreckt. Er kann Laute auf verschiedene Art erzeugen. Am häufigsten wird dazu eine rauhe Stelle am Bein an der ähnlich rauhen Oberfläche des Flügels gerieben. Wie ein Geigenbogen, der über die Saiten gleitet.
In der Serengeti ist der Einfluss der Grashüpfer auf die Vegetation noch wenig bekannt. Man weiss nicht, inwieweit sie Arten und Vorkommen verändern. Es gibt einige Sammlungen von Serengeti-Grashüpfern, die Forschern gezeigt haben, dass die Artenvielzahl beeindruckend ist. Mehr als 60 verschiedene Arten wurden an einer einzigen Sammelstätte registriert. Diese Tiere sind für die kleinen Säuger und Vögel der Serengeti sehr wichtig. Nach der Regenzeit steigt die Anzahl der Grashüpfer sehr stark an und lockt so zahlreiche Wandervögel in das Ökosystem.
Grashüpfer werden in Afrika nicht unbedingt als negativ eingestuft. Einige Einwohner schwören auf Grashüpfer als kleinen Imbiss. Viele Jungs und Mädchen sammeln grüne Grashüpfer, reißen Flügel und Hinterbeine aus und ziehen sie wie eine Perlenkette auf einen Stock auf. Geröstet und gesalzen sind sie als knuspriges Finger-Food sehr beliebt.