Die Menschheitsgeschichte der Serengeti ist weitgehend die Geschichte der afrikanischen Völker, von den Jägern und Sammlern, die über die weiten Ebenen zogen bis hin zu denjenigen, die sie heute als erstklassige Touristenattraktion bewahren möchten.
Abgesehen von der berühmten Olduvai Schlucht, der "Wiege der Menschheit" - die zwar formal ein Teil des Ngorongoro Conservation Areas ist, aber als Verlängerung der Serengeti zu ihrem Ökosystem gehört - wurde die Geschichte dieser Region geradezu ignoriert.
Die Tsetse-Fliege und die mit ihr einhergehende Schlafkrankheit haben dafür gesorgt, dass der Serengeti die Erschließung durch die Europäer und die damit verbundene Dezimierung der Wildbestände, wie sie viele andere afrikanische Länder erleben mußten, erspart blieb.
Die weltbekannten Ausgrabungen der Leakeys in der Olduvai Schlucht zeigen, dass unsere Vorfahren etwa zwei Millionen Jahre lang in dieser Region lebten und jagten, bevor die deutschen und britischen Kolonialherren hier ankamen.
Der Mensch war schon immer ein Teil der Serengeti und viele Völker, Stämme und bemerkenswerte Persönlichkeiten haben Fußspuren auf ihren endlosen Ebenen hinterlassen.