Die Elefantenspitzmaus und der Büffelweber
Die Elefantenspitzmaus (Panya) (Elephantulus spp.)
Sie mögen zwar den gleichen Namen haben - aber der afrikanische Elefant und die Elefantenspitzmaus könnten nicht unterschiedlicher sein. Der Elefant ist riesig, wiegt bis zu 6000 kg und lebt 50-60 Jahre. Die Elefantenspitzmaus lebt nur ein Jahr lang und wiegt nicht mehr als 50 g. Sie hat ein extrem spitzes Gesicht, das in einer langen, flexiblen Nase endet, die dem Tier seinen Namen gegeben hat.
Die Elefantenspitzmaus gräbt anders als Ratten und Mäuse keine Gänge. Sie unterhält vielmehr ein Wegesystem am Waldboden entlang der Flüsse oder im Akaziendickicht, mit gut versteckten Beobachtungspunkten an beiden Enden. Wie zahlreiche andere Spitzmausarten frisst sie Insekten. Und je nach Art kann man sie auf abgefallenen Blättern oder im Gras beobachten oder beim Wühlen im Laub, wo sie prüft, was sich darunter befindet.
Die Elefantenspitzmaus sucht ihre Nahrung am Tag und ist dadurch leichte Beute für Vögel oder Schlangen. Um sich selbst zu schützen, bewegt sich die Elefantenspitzmaus nur in einem kleinen Gebiet, das sie gegen alle Spitzmäuse gleichen Geschlechts verteidigt. Dieses Gebiet kennt sie sehr gut. Bei Bedrohung hüpft sie sehr schnell auf einem ihrer Fluchtwege auf ihren Hinterbeinen zu einem sicheren Fleck. Anders als die Ratte, zeugt die Elefantenspitzmaus nicht viele Nachkommen. Die durchschnittliche Tragezeit für einen Wurf beträgt zwei Monate. Danach dauert es nur einen einzigen Monat, bis der Nachwuchs erwachsen und selbst geschlechtsreif ist. Das Weibchen zieht durchschnittlich nur zwei, manchmal drei Würfe in seinem kurzen einjährigen Leben gross.
Der Büffelweber (Ndege) (Dinemellia dinemelli boehmi)
Der männliche Büffelweber kann wie der ausgewachsene Kapbüffel sehr eigensinnig sein, wenn es um seinen persönlichen Platzbedarf geht. Unter Büschen und im hohen Gras sollten Sie aufmerksam auf den Warnruf "skwieeeeeeeer" achten. Die weißköpfigen Büffelwebermännchen rufen einsam von Baumspitzen herab, aus ihrem runden Grasnest oder wenn sie ausgeflogen und auf der Suche nach Insekten sind. Beide Geschlechter dieses Vogels haben weißes Kopf- und Brustgefieder, orange gefärbte Flügelränder, einen orangen Bauch sowie weiße Flecken auf den Flügeln. All diese Farben mischen sich mit dem schwarzgrundigen Gefieder. Sie brüten oft in Kolonien, manchmal über mehrere Jahre hinweg. Durch die verlassenen und neuen Grasnester sehen die Bäume mit den Jahren oft alt und krank aus. Der beste Platz, um diesen Vogel zu beobachten, ist dichtes Gras in der Nähe eines Baumes. Dort schießt er dann wie ein Blitz vom Boden nach oben. Trotz des interessanten Namens haben die Büffelweber nichts mit dem eigentlichen Büffel zu tun.