Auf der Wache

Simba vor Sonnenaufgang

Ginsterkatze

© Flycatcher/Künkel/Shah

Die Nacht der Jagd

Die Vorteile der Nacht
Grasfresser wie Weißschwanzgnus und Zebras nutzen ihren visuellen und ihren Geruchssinn, um Raubtiere zu entdecken. Am Tag weist ein leerer Kreis in der Mitte einer Herde Weißschwanzgnus darauf hin, dass ein Jäger in der Nähe ist. Alle Tiere in der Herde sind dem Jäger seitlich zugewandt, sie fressen vorsichtig weiter und beobachten ihn.
In der Dunkelheit können die Grasfresser den Jäger noch immer riechen und sehen. Die meisten Tiere sehen nachts wesentlich besser als wir Menschen.
Ein Löwe oder eine Hyäne können sich vorsichtig aus dem Windschatten an die Herde heranschleichen, sich in Büschen oder hohen Gräsern verstecken und so fast völlig unsichtbar bleiben. Der Jagderfolg bei Nacht ist weit davon entfernt perfekt zu sein, aber er ist höher als bei Tag.
 

Ginsterkatzen (Genetta felina und tigrina)

Katzenartig und ruhig, schauen zwei spitze Ginsterkatzenohren und ein kleines spitzes Gesicht vorsichtig von oben herunter. Obwohl die Ginsterkatze in ganz Afrika verbreitet ist, kann man dieses scheue Tier nur selten sehen. Im Ndutu-Gebiet im Süden der Serengeti gibt es eine Gruppe von Ginsterkatzen, die sich langsam an die Menschen gewöhnt haben und sich relativ nah heranwagen, wenn man sich ganz still verhält.
Sie sind etwa so groß wie eine große Katze. Trotz ihrer Leopardenflecken und ihrem katzenartigen Verhalten gehören sie dennoch zur Gattung der Mungos. Es gibt verschiedene Ginsterkatzenarten in Afrika, allerdings sind sie nur sehr schwer voneinander zu unterscheiden, dies gilt auch für Männchen und Weibchen. Durch ihren beherrschten, graziösen Gang und die Art und Weise, wie sie ihren langen geringelten Schwanz elegant in der Luft tragen und so gut wie nie den Boden damit berühren, sind Ginsterkatzen für die meisten Menschen "weiblich".
Ginsterkatzen sind Einzelgänger und ausschließlich nachtaktiv. Sowohl Männchen als auch Weibchen scheinen Reviere zu verteidigen, die sie durch Sekrete aus Wangen- und Analdrüsen markieren. Ginsterkatzen leben in Bäumen und auf dem Boden. Sie ernähren sich sehr vielseitig: Insekten scheinen einen wichtigen Bestandteil ihrer Ernährung zu bilden, sie fressen jedoch auch Schlangen, Frösche, Ratten, Fledermäuse, Vögel, Blätter kleiner Büsche, Früchte, Säfte von Bäumen und Eier.

 
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